Beinwell

Ich kann mich noch gut erinnern, dass meine Mutter eine Paste aus Beinwellwurzeln erstellte, wann immer sich eines der Kinder sich eine Verrenkung oder Verstauchung zugezogen hatte.
Man sagt der rau behaarten Pflanze viele Wirkungen nach. So hemmt sie Entzündungen, nimmt Schwellungen die Kraft, heilt Wunden, stillt Schmerzen und fördert die Heilung von Knochenbrüchen und deren Kallusbildung.
 
Die Eigenschaften von Beinwell sind: wundheilend, gewebebildend, zellerneuernd, entzündungswidrig, schmerzstillend, abschwellend, schleimstoffhaltig und …
 
Die Wurzeln sollte man von Oktober bis April sammeln.
Die Blätter von April bis Oktober
 
Beinwelltinktur
Herstellung möglich zwischen Oktober und April.
Zutaten
Beinwellwurzel, mindestens 50%iger Alkohol: Dazu eignet sich am besten ein klarer, neutral schmeckender Schnaps wie Wodka oder Korn, aber auch Obstler oder Zwetschke.
Zubereitung
Möglichst um die Zeit des Vollmondes ein Stück Wurzel liebevoll ausgraben. Die Wurzel waschen, bürsten und schadhafte Stellen wegschneiden. In dünne Scheiben schneiden oder mit der Gemüseraffel  reiben. In ein Glas geben, bis dieses zur Hälfte gefüllt ist. Sofort mit dem Alkohol übergießen.
Das Glas zudecken, beschriften und einen Monat an der Wärme, im Wohnraum oder Halbschatten reifen lassen, bis die Beinwelltinktur braun und dickflüssig geworden ist. Während dieses Prozesses die reifende Tinktur oft besuchen und leicht schütteln.
Durch ein Sieb, mit einem Stück Strumpf ausgelegt, am besten in ein zweites Gefäß sieben und gut auspressen. Zum Aufbewahren in eine dunkle Flasche füllen, beschriften, kühl aufbewahren.